In diesem Beitrag möchte ich euch erklären wie ich Fotos mit Epoxidharz vergieße. Diese Methode ist super um Bilder Rahmenlos zu präsentieren und gleichzeitig vor äußeren Einflüssen zu schützen. Wie schon im letzten Artikel angesprochen ist das Resultat dieser Harz-Methode ein hochglänzende glatte Oberfläche. Der Harz überzieht das ganze Bild bis zum Rand und bildet dort durch seine Oberflächenspannung eine abgerundete Kante. Ein Rahmenloses Bild hat mehrere Vorteile. Erstens hat man keinen störenden Rahmen der vom Bild ablenkt und zweitens ist man nicht auf die Größen und Formate der Bilderrahmen angewiesen. Bilder hinter Glas oder Plexiglas sehen schon super aus, aber hinter Harz topt wirklich alles. Das Bild sieht aus als wäre es mit einem großen Wassertropfen überzogen. Hierdurch entsteht ein unglaublicher Look. Genug geschwärmt…..ich will mal erklären wie das ganze vonstatten geht.

Vorbereitung

Das Foto wird auf eine stabile Platte aufgezogen. Sehr gut geeignet sind dafür Multiplexplatten. Das Bild wird mit einem Leim auf diese Platte geklebt und mit einer Schaumstoffwalze oder ähnlichem fest aufgerollt. Nachdem der Leim ordentlich getrocknet ist wird der überstehende Rand des Bildes sauber mit einem Bastelmesser an der Kante abgeschnitten. Das Bild wird auf eine stabile Unterlage gelegt die mit einer Folie oder einer Pappe unterlegt wird.  Mit Hilfe einer Wasserwaage muss das Bild in alle Richtungen ausgerichtet werden.

Der Harz

Für die Arbeiten mit Epoxidharz solltet ihr auf jeden Fall Schutzhandschuhe tragen. Den Harz und den Härter mischt ihr im richtigen Verhältnis. Sehr gut geht das wenn man dafür eine leeres Marmeladenglas nimmt. Beide Komponenten hineinfüllen, Deckel drauf und dann 2 Minuten gut schütteln. Jetzt gehts los! Der Harz wird auf das Bild gegossen. Mit einem Kunstoffspachtel wird dieser gleichmäßig bis zu den Rändern verteilt. Der Harz der über die Ränder läuft verteilt ihr mit dem Spachtel oder einem Pinsel auf den Außenkanten eurer Platte. Durch die Oberflächenspannung des Harzes läuft aber fast nichts runter.

Ich benutze diesen Harz von den Harzspezialisten. Der Harz SK Resin 3210 lässt sich super verarbeiten.

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Die Luftblasen 

Wenn ihr den Harz verteilt habt und euer Bild komplett bedeckt ist seit ihr schon fast fertig. Der Harz ist nur nicht ganz klar. Kleine Luftblasen, die sich beim mischen gebildet haben, sind überall im Harz verteilt. Mit einem Gasbrenner oder einer anderen heißen Flamme bekommt ihr die Blasen aber raus. Dazu müsst ihr mit der Flamme über den Harz gehen. Dazu am besten mehrfach das ganze Bild Stück für Stück mit der Flamme erhitzen. Schon bei kurzem Kontakt des Harzes mit der Flamme sieht man wie die Luftblasen verschwinden. Wenn alle Blasen weg sind streicht man am besten noch einmal mit einem Spachtel oder Pinsel über die Außenkanten der Platte. Durch die Hitze ist der Harz ein bisschen flüssiger geworden und über die Kanten gelaufen.   Fertig ! Das wars.

Aushärten

Der Harz muss jetzt 12 Stunden trocknen bis er nicht mehr klebt. In dieser Zeit stellt ihr am besten eine große Plastikbox verkehrt herum über das Bild. So kann in dieser Zeit nicht drauf fallen. Richtig durchgehärtet ist der Harz erst nach 2-3 Tagen.

Das Ergebnis

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6 Comments

      1. Viktor

        Hallo Philip,

        kannst du genauere Information zu dem verwendeten Epoxidharz mitteilen, da wohl nicht jeder Epoxidharz geeignet ist ?

        Kannst du evtl. einen Link zu einem Shop senden ?

  1. Berthold Becker

    Hallo Philip, mit dem Harz ist eine feine Sache. Ich habe aber noch ein Problem: abund zu habe ich feine matte Stellen im Bild, soowie unter der glatten Oberfläche feine Runzelstellen. Wie kann ich das abstellen? Für weitere Infos meinen Dank. Gruß Berthold Becker

    1. Philip

      Hallo Berthold,

      Diese Probleme hatte ich auch schon mal. Du solltest auf jeden Fall den richtigen (einen guten ) Harz verwenden. Zu solchen Problemen an der Oberfläche kommt es aber auch wenn man z.B. den Harz nicht ordentlich vermischt oder ihn zu stark erhitzt auf nachdem man ihn vergossen hat. Wenn es geht sollte man ihn so wenig wie möglich erhitzen.
      Ich benutze den Harz SK Resin 3200 von harzspezialisten.de .

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